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Ler artigo →Mariologie ist die theologische Disziplin, die auf systematische und eingehende Weise die Person, das Geheimnis und die Mission Maria von Nazaret in der Heilsgeschichte erforscht. Es handelt sich nicht um eine sentimentale Verehrung oder Ansammlung religiöser Traditionen, sondern um eine strenge theologische Wissenschaft, die auf der Heiligen Schrift, der apostolischen Tradition und der Lehre der Kirche gründet. Der lateinische Ausdruck, der den Geist des Locus Mariologicus prägt – *de Maria numquam satis* – fasst diese Überzeugung zusammen: Es wurde noch nie genug über Maria gesagt. Es gibt immer mehr zu betrachten, zu verstehen und zu empfangen.
Das Internationale Zentrum für Mariologie (Locus Mariologicus) wurde mit der Aufgabe gegründet, die wissenschaftliche Erforschung Marias im Kontext der zeitgenössischen Theologie zu fördern. Wir sind eine Bildungs- und Forschungsinstitution, die Masterstudiengänge, Spezialisierungskurse und akademische Ressourcen von herausragender Qualität für Studierende, Dozenten und Forscher in portugiesischer und anderer Sprache anbietet.
Unsere Überzeugung ist, dass Mariologie keine periphere Disziplin der Theologie ist, sondern ein *locus theologicus* (theologisches Zentrum): Ein Ort, an dem das Geheimnis Gottes auf besonders leuchtende Weise durch das *fiat* Marias offenbart wird. In Maria findet die Inkarnation ihren menschlichen Empfang. In Maria betrachtet die Kirche ihre eigene Berufung als Jungfrau und Mutter. Es ist in Maria, dass der Jünger lernt, was es bedeutet, Gott ohne Vorbehalt zu sagen: *Ja.*
Im Laufe der Jahrhunderte hat sich die Überzeugung der Kirche in Bezug auf Maria in vier grundlegende Dogmen kristallisiert: Die Göttliche Mutterschaft, verkündet im Konzil von Ephes (431), die ewige Jungfräulichkeit, ein integraler Bestandteil der apostolischen Lehre, die Unbefleckte Empfängnis, definiert vom Papst Pius IX. im Jahr 1854, und die körperliche Aufnahme Marias in den Himmel, verkündet vom Papst Pius XII. im Jahr 1950. Jedes dieser Dogmen stellt einen Meilenstein eines langen Reflexionsprozesses der *communitas fidelium* (Glaubensgemeinschaft) über das Maria-Geheimnis im Licht der Offenbarung dar. Der Locus Mariologicus widmet sich besonders der historischen und systematischen Erforschung dieser Dogmen und bietet die notwendigen theologischen Werkzeuge, um sie in ihrer Tiefe zu verstehen.
Marienerscheinungen sind ein weiteres zentrales Forschungsgebiet unseres akademischen Programms. Die Kirche verlangt nicht den Glauben an jede private Erscheinung, selbst an die berühmtesten wie Fatima, Lourdes oder Guadalupe, erkennt aber in denen, die von ihr genehmigt wurden, pastoral bedeutsame Zeichen für das Volk Gottes an. Der Theolog, der Marienerscheinungen erforscht, lernt, zwischen dem offenbarten, unveränderlichen und normativen Aspekt einer bestimmten Botschaft und ihrer historischen, zeitlich begrenzten Form zu unterscheiden. Er lernt auch, die Zeichen der Zeit im Licht Marias zu lesen, die wie Sankt Bernhard gesagt hat, eine *Sterne des Meeres* auf der Reise der Geschichte ist.
Der Locus Mariologicus bietet einen Masterstudiengang in Mariologie und Theologie mit Schwerpunkt Maria an, der sich an diejenigen richtet, die diese Disziplin vertiefen möchten, und zwar mit wissenschaftlicher Strenge und kontemplativem Geist. Das Programm verbindet die großen Quellen der Tradition mit den neuesten Beiträgen der internationalen Mariologieforschung. Unsere Studierenden finden am Locus Mariologicus einen Raum für Dialog zwischen theologischer Wissenschaft und spiritueller Hingabe, denn Mariologie ist nicht nur ein Fach zum Lernen: Sie ist eine Schule des Disziplinierens.
Der Locus Mariologicus veröffentlicht regelmäßig Forschungsartikel, organisiert das Internationale Mariologie-Seminar und betreibt eine digitale Bibliothek in portugiesischer Sprache über Marientheologie. Unser Engagement besteht darin, für die Kirche und die akademische Welt ein Treffpunkt zwischen theologischer Intelligenz und authentischer Mariaverehrung zu sein, immer im Dienste der *veritas* (Wahrheit) und inspiriert vom Geist von *de Maria numquam satis*.