Marien-Antifone der Osterzeit: „Königin des Himmels“

Regina Caeli ist eine spezifische marianische Antífone, die dem Osterzeitraum bis zum Pfingsten eigen ist und anstelle des Angelus gesungen wird. Ihre kurze Struktur, die vollständig auf das „Aleluia“ der Osterzeit aufgebaut ist, verkündet die Freude Marias bei der Betrachtung der Auferstehung des Sohnes. Sankt Franz von Assisi war einer ihrer leidenschaftlichsten Befürworter im 13. Jahrhundert.
| Regína Cæli, lætáre, alleluia. Quia quem meruísti portáre, alleluia. Resurréxit, sicut dixit, alleluia. Ora pro nóbis Deum, alleluia. Gaude et lætáre, Virgo Maria, alleluia. Quia surréxit Dóminus vere, alleluia. | Königin des Himmels, freue dich, aleluia. Weil du den bereitet hast, um ihn zu tragen, aleluia. Er ist auferstanden, wie er gesagt hat, aleluia. Bitte für uns bei Gott, aleluia. Freue dich und jubile, Jungfrau Maria, aleluia. Denn der Herr ist wahrhaftig auferstanden, aleluia. |
Die Osterantífone Regina Caeli und ihre Rolle im liturgischen Gefecht werden von Papst Paul VI. in der Apostolischen Exhortation Marialis Cultus gewürdigt, in der die Marienverehrung als untrennbar mit der Osterfreude der Auferstehung Christi verbunden wird.
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## **Ursprung und Zuweisung der „Regina caeli“: Von Gregor dem Großen (6. Jahrhundert) bis zur mittelalterlichen Festigung (12. Jahrhundert)**Die Zuweisung der Regina Caeli ist ungewiss. In der mittelalterlichen Tradition wurde sie manchmal Gregor dem Großen (6. Jahrhundert) oder einem Engel zugeschrieben. Neuere historische Untersuchungen gehen jedoch von einer Entstehung zwischen dem 10. und 12. Jahrhundert aus. Die erste begeisterte Erwähnung ihrer Rezitation stammt aus franziskanischen Quellen des 13. Jahrhunderts: Laut Thomas von Celano, dem Biographen Sankt Franziskus, erfuhr dieser bei dem Hören der Antífone einen Ekstase der Osterfreude.Die systematische Einführung in die Liturgie der Stunden erfolgte unter den mittelalterlichen Päpsten, und ihre Verbindung zum Angelus wurde endgültig im 18. Jahrhundert durch Papst Benedikt XIV. festgelegt.
Die vier marienliturgischen Antifonen der Stundengebet: Alma (Mutter der Erlöser), Ave Regina caelorum, Regina caeli und Salve regina
Die Regina Caeli gehört zum Zyklus der vier großen marienliturgischen Antifonen, die im Laufe des Kirchenjahres in der Stundengebet gefeiert werden: Alma (Mutter der Erlöser) (Advent und Weihnachten), Ave Regina caelorum (Fastenzeit), Regina Caeli (Ostern) und Salve regina (Gemeiner Zeit). Jede Antifon erfasst einen unterschiedlichen Aspekt der Beziehung zwischen Maria und Christus: die göttliche Mutter, ihre Fürbitte während des Leidens, die Freude an der Auferstehung und die Gnade in der Gegenwart. Die Enzyklika Marialis Cultus (1974) von Paul VI betont ausdrücklich den osternahen Charakter dieser Antifon als Ausdruck der authentisch liturgischen Marienkunde.
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