Maria bei der Verkündigung

multicolored religious painting

Maria bei der Ankündigung: Das Fiat, das die Geschichte veränderte

Maria bei der Ankündigung - religiöse Darstellung der Jungfrau Maria mit dem Erzengel Gabriel

Der Vater der Barmherzigkeit wollte, dass die Annahme durch die Auserwählte, die Er für Mutter bestimmt hatte, vor ihrer Inkarnation stattfand, damit, wie eine Frau zum Tod beitrug, auch eine andere Frau zum Leben beitrug. Dies wird auf wunderbare Weise in Maria, der Mutter Jesu, sichtbar, die mit ihrer Geburt die eigene Lebensquelle, die alles erneuert, in die Welt einbringt. Gott schmückte sie mit Gaben, die einer so großen Aufgabe würdig sind. Daher zitieren die Heiligen Väter häufig die Gottesmutter als „alle heilig“ und „unfleckig von jeglicher Sünde“, da der Heilige Geist sie geformt und zu einer neuen Kreatur gemacht hat. Seit ihrem ersten Moment der Konzeption war Maria mit den Glanzern einer einzigartigen Heiligkeit erfüllt, wie der Erzengel Gabriel sie bei ihrer Begrüßung anspricht: „Du bist gesegnet zwischen allen Frauen“ (Luk 1,28). Sie antwortet ihm: „Ich bin die Dienerin des Herrn; es geschehe mir nach deinem Wort“ (Luk 1,38).

Auf diese Weise wurde Maria, die Tochter Adams, durch ihre Zustimmung zum göttlichen Wort zur Mutter Jesu und durch ihre Freiheit von jeglicher Sünde zur Partnerin im Erlösungsplan Gottes. Sie widmete sich ganz und gar, als Sklavin des Herrn, der Person und dem Werk ihres Sohnes, untergeordnet ihm und doch mit ihm, und diente durch die Gnade Gottes allmächtig das Geheimnis der Erlösung. Die Heiligen Väter sehen daher zu Recht in Maria nicht nur ein passives Instrument Gottes, sondern eine freie Mitwirkende an der Rettung der Menschheit durch ihren Glauben und ihre Gehorsamkeit. Wie der heilige Irenäus sagt: „Durch ihren Gehorsam wurde sie zur Ursache der Erlösung sowohl für sich als auch für die ganze Menschheit.“ Aus diesem Grund bekräftigen viele Väter in ihren Predigten seine Aussage: „Der Knoten des Ungehorsams Evas wurde durch Mariens Gehorsam gelöst. Was Eva durch Unglauben band, löste Maria durch Glauben auf“ (vgl. Licht der Völker, 56).

Um die Reflexion über Maria in der Erlösungsgeschichte weiter zu vertiefen, empfehlen wir die Enzyklika Redemptoris Mater von Johannes Paul II.

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