Ursprünge der Mariologie: Maria in der Exegese und Theologie des alexandrinischen Denkens

Orígenes mariologia: Maria na exegese e teologia alexandrina

Mariologie von Origen: Die mariologische Gedankenwelt Origens in der exegetischen und theologischen Schule von Alexandria.

I. Einführung in die Mariologie von Origen

Bevor wir uns der Mariologie von Origen zuwenden, erinnern wir uns an den Autor: Geboren in Alexandria, Meister der Katechetenschule, Reisender, vielschichtig und Gründer einer allegorischen christlichen Exegese. Zu seinen Werken gehören u.a. *Peri Archon*, *Contra Celso*, Kommentare zu Genesis, Psalm und Johannes. Die Mariologie von Origen findet sich hauptsächlich in den Homilien zum Lukasevangelium und im Kommentar zum Johannesbrief.

II. Origens Mariologie: Maria und die Jungfräulichkeit

In seiner Mariologie betont Origen unerschütterlich die ewige Jungfräulichkeit Marias. Durch seine Argumente verteidigt er die Lehre von der Jungfräulichkeit nach der Geburt (post partum): Die „Brüder Jesu“ sind nicht Kinder Marias, sondern enge Verwandte. Origens Mariologie ebnet den Weg für eine Position, die später in der Kirche weit verbreitet wurde.

III. Origens Mariologie: Maria als Theotokos

Origen ist – nach alten Zeugnissen – der erste christliche Autor, der den griechischen Begriff *Theotokos* (Gottgebärerin) auf Maria anwendet. Obwohl die genaue Zuweisung umstritten ist, hatte Origens Mariologie einen entscheidenden Einfluss auf die Verfestigung dieses Titels, der später auf dem Konzil von Ephesus (431) feierlich definiert wurde.

IV. Origens Interpretation der Schwertprophezeiung in Lukas 2,35

In seiner Mariologie bietet Origen eine einzigartige Deutung der Prophezeiung Siméon’s in Lukas 2,35 („ein Schwert wird deine Seele durchbohren“). Für Origen symbolisiert dieses Schwert die Zweifels- oder Glaubensprüfung, vor der Maria an dem Kreuz steht. Diese Interpretation ist in der Tradition eher minoritär, zeigt aber die interpretative Kühnheit der Mariologie von Origen. Die gängigste Lesart sieht im Schwert hingegen ein Bild für mitfühlende Schmerzen.

V. Vermächtnis der Mariologie von Origen

Obwohl einige seiner Lehren später verurteilt wurden, beeinflusste die Mariologie von Origen Ambrosius, Hieronymus, Cyrill von Alexandria und die Kapaduker. Die Wiederentdeckung der Mariologie Origens hilft dabei, die Wurzeln der patristischen Mariologie zu verstehen. Interessierte Leser können sich in den Katechesen von Benedikt XVI. über Origen informieren, die auf der Website des Vatikans verfügbar sind: Katechese über Origen.

Weiterführende Studien: Erkunden Sie das Portal Mariologie, Theologische Mariologie und die patristische Mariologie auf Locus Mariologicus.

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