Bento XIII und Clemens XII – Rosenkranz und Marienverehrung im 18. Jahrhundert (päpstliche Doktrin IV, Nrs. 205-208)

Die Pontifikate von Benedikt XIII (1724-1730) und Clemens XII (1730-1740) umfassen die erste Hälfte des 18. Jahrhunderts. Benedikt XIII, ein begeisterter Dominikaner, ist der Papst des meditativen Rosenkranzes und der dominikanischen Bruderschaften.

QuelleDoctrina Pontificia IV: Dokumenten zu Mariologie, Nrs. 205-208
Papst(en)Benedikt XIII (1724-1730) | Clemens XII (1730-1740)
Zeitraum1724-1740

Benedikt XIII (1724-1730), Nrs. 205-208

Benedikt XIII (Pietro Francesco Orsini) war 40 Jahre lang Kardinal und Dominikaner, bevor er zum Papst gewählt wurde. Seine Hingabe an den Rosenkranz war besonders persönlich. Seine vier marialen Dokumente sind:

  • Nr. 205, Breve “Essendo stato commesso” (26. September 1724): Ein in Italien verfasstes (seltenes päpstliches) Schreiben über die Bruderschaft des Rosenkranzes von San Domenico, das die persönliche Hingabe des dominikanischen Papstes widerspiegelt. Benedikt XIII bezeichnet den Rosenkranz als “catena aurea” (Goldene Kette), die Gläubige an Maria und durch Maria an Christus bindet.
  • Nr. 206, Breve “Ex quo” (1. April 1727): Über die Verehrung des Rosenkranzes in den Missionen Asiens und Lateinamerikas
  • Nr. 207, Dekret (22. April 1727): Genehmigung der eigenen Liturgie für das Fest Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz (7. Oktober)
  • Nr. 208, Gebet (1729): Ein persönliches Gebet von Benedikt XIII an Maria, ein seltenes Dokument der päpstlichen Spiritualität, nicht für die offizielle Veröffentlichung bestimmt, sondern in den Archiven aufbewahrt.

“Rosarium Mariae, quod veluti catena aurea coelum terramque coniungit, prae ceteris piis exercitationibus commendandum esse non dubitamus”

– Wir zweifeln nicht daran, dass der Rosenkranz Marias, der wie eine goldene Kette Himmel und Erde verbindet, vor anderen geistlichen Übungen empfohlen werden muss.

Clemens XII (1730-1740)

Clemens XII, der 1732 erblindete und die letzten acht Jahre seines Pontifikats aufgrund seiner körperlichen Einschränkungen im Bett verbracht hat, bestätigte bestehende mariale Verehrungen und genehmigte neue mariale Festtage in Diözesen, die um diese Bitte gebeten hatten. Trotz seiner physischen Beschränkungen hielt er die päpstliche Tradition der Unterstützung der marialen Verehrung aufrecht.

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