Ein Karim: Das Dorf der Besuche

Von Prof. Dr. Daniel C. Afonso · Aktualisiert am
Ain Carim, das Dorf der Heimsuchung
Ain Carim (hebräisch für “Quelle des Weinbergs”) ist ein Dorf im Südwesten Jerusalems, das in der christlichen Tradition als der Ort gilt, an dem Elisabeth und Zacharias lebten und wo Maria nach der Verkündigung ihre Cousine besuchte. Es ist die biblische Stätte der Heimsuchung.
Das biblische Ereignis
Gemäß dem Lukasevangelium (1,39-56) reiste Maria „eilend“ in die Berge Judas. Als sie ankam, rief Elisabeth im Heiligen Geist: „Gesegnet bist du unter den Frauen und gesegnet ist die Frucht deines Leibes!“ Johannes der Täufer freute sich im Mutterleib. Maria antwortete mit dem Magnifikat.
Stätten in Ain Carim
Zwei große Franziskanerkirchen kennzeichnen den Ort: die Kirche Sankt Johannes der Täufer im Dorfzentrum und die Kirche der Heimsuchung auf dem Hügel. Letztere ist mit Kacheln des Magnifikats in Dutzenden Sprachen, einschließlich Portugiesisch, im Außenhof geschmückt.
Spirituelle Bedeutung des Ortes
Ain Carim gilt als einer der kontemplativsten Orte im Heiligen Land. Hier blieb Maria etwa drei Monate bei Elisabeth, ein Akt der Nächstenliebe und auch des spirituellen Wachstums. Der Pilger, der Ain Carim besucht, wird eingeladen, Maria als Vorbild für Dienst und Hingabe an andere zu betrachten.
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Lehramt der Kirche
In diebus illis exsurgens Maria abiit in montanam cum festinatione in civitatem Iuda. Et intravit in domum Zachariae et salutavit Elisabeth.
Lukas 1,39-40 (Vulgata Clementina)
Wörtliche Übersetzung: In jenen Tagen stand Maria auf und machte sich eilend auf den Weg in die Bergregion nach Juda. Und sie betrat das Haus des Zacharias und grüßte Elisabeth.
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