Johannes Paul II – Familiaris Consortio Nr. 86 und Christifideles Laici Nr. 64: Maria in der Familie und unter den Laien

Von Prof. Dr. Daniel C. Afonso · Aktualisiert am
Die beiden großen postsynodalen Apostolischen Exhortationen von Papst Johannes Paul II. über Familie und Laien, Familiaris Consortio (22. November 1981) und Christifideles Laici (30. Dezember 1988), enden beide mit marianischen Abschnitten: Maria als Modell der christlichen Familie (FC) und Maria als Modell der christlichen Laien in der Welt (CL).
| Papst | Johannes Paul II. |
| Dokumente | Familiaris Consortio (1981, Nr. 86) | Christifideles Laici (1988, Nr. 64) |
| Thema | Maria in der christlichen Familie, Maria als Modell der Laien in der Welt |
Familiaris Consortio Nr. 86, Maria in der christlichen Familie
„Maria, ganz und gar Mutter ihrer Kinder, fordert, dass die christliche Familie zur Nachahmung ihrer eigenen Heiligen Familie von Nazaret wird, wo Jesus sein Erwachsenenleben verbrachte. Die Nachahmung der Heiligen Familie von Nazaret ist das Geschenk, das Maria treu empfängt von allen christlichen Eltern, die sie als Leitfaden auf ihrer Pilgerreise haben möchten“
Maria, ganz und gar Mutter ihrer Kinder, fordert, dass die christliche Familie zur Nachahmung ihrer eigenen „Heiligen Familie“ von Nazaret wird, wo Jesus sein Erwachsenenleben verbrachte. Die Nachahmung der Heiligen Familie von Nazaret ist das Geschenk, das Maria treu empfängt von allen christlichen Eltern, die sie als Leitfaden auf ihrer Pilgerreise haben möchten.
Johannes Paul II. entwickelt drei Dimensionen der Mütterlichkeit Marias im Hinblick auf die Familie:
- Modell von Ehefrau und Mutter (in ihrer Ehe mit Josef, in der Mutterschaft Jesu)
- Vermittlerin der ehelichen Gnade (die Frau, die die Frau stützt, die Mutter, die die Mutter stützt)
- Zufluchtsort für Familien in Not (insbesondere in Krisensituationen der Familie)
Christifideles Laici Nr. 64, Maria als Modell der Laien
„Die seligste Jungfrau Maria ist für die gläubigen Laien ein einzigartiges Vorbild. Sie steht in der ganzen Kirche und universell mit jedem einzelnen Gläubigen an einem Punkt der Zusammenführung dieser beiden Lebensaspekte: dem Leben der Kontemplation und dem Dienst am weltlichen Leben“
Die seligste Jungfrau Maria ist für die gläubigen Laien ein einzigartiges Vorbild. Sie steht in der ganzen Kirche und universell mit jedem einzelnen Gläubigen an einem Punkt der Zusammenführung dieser beiden Lebensaspekte: dem Leben der Kontemplation und dem Dienst am weltlichen Leben.
Nr. 64 von Christifideles Laici ist für die Laientheologie besonders wichtig: Maria wird als Modell der Laien vorgeschlagen, weil sie das vollständige Zusammenwirken zwischen Kontemplation und Tat im Weltlichen gelebt hat. Maria war keine Nonne in einem Kloster, sondern Mutter in einem Haus in Nazaret. Sie ist so nah an der Erfahrung der Laien wie möglich.
Konvergenz der beiden Exhortationen
Zusammen betrachtet entwickeln Familiaris Consortio Nr. 86 und Christifideles Laici Nr. 64 eine mariologische Laientheologie:
- Maria als verheiratete Frau (FC)
- Maria als orthodoxe Laiin (CL)
- Maria als Synthese von Kontemplation und Tat im Weltlichen (CL)
- Maria als Mutter der Hausgemeinschaft der Kirche (FC)
Weiterführende Lektüre
Mariologie | Redemptoris Mater | Mulieris Dignitatem | Lumen Gentium Kap. VIII
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