Heilige Felix I. und Damasus I. – Die göttliche Mutterlichkeit Marias (Pontifische Lehre IV, Nrn. 8-14)
Die ersten dokumentierten Päpste gemäß der *Doctrina Pontificia IV* sind Sankt Felix I (269-274) und Sankt Damasus I (366-384), zusammen mit den Dokumenten des Römischen Konzils von 382. Diese Päpste spielen eine entscheidende Rolle bei der Definition der göttlichen Mutterheit Marias vor dem Konzil von Ephes (431).
| Sammlung | Doctrina Pontificia IV: Marianische Dokumente, Nrs. 8-14 |
| Päpste | Sankt Felix I (269-274) | Sankt Damasus I (366-384) |
| Konzil | Römisches Konzil von 382 (unter Damasus) |
| Thema | Göttliche Mutterheit, ewige Jungfräulichkeit Marias |
Sankt Felix I (269-274), Nr. 8: Glaubensformel
Sankt Felix I ist der erste Papst in der Liste der *Doctrina Pontificia IV*. Seine Glaubensformel bekräftigt die Inkarnation des Wortes Gottes durch Maria, die Jungfrau, und setzt sich in die traditionelle proto-dogmatische Lehre über die Jungfräulichkeit Marias ein. Obwohl der Text kurz ist, hat er eine große historische Bedeutung: Er ist einer der ältesten erhaltenen marianischen päpstlichen Dokumente.
Sankt Damasus I (366-384), Nr. 9: Göttliche Mutterheit Marias
Damasus I ist ein wichtiger Papst für die mariologische Lehre vor Ephes. In seinem Dokument Nr. 9 wird ausdrücklich die göttliche Mutterheit Marias bekräftigt, indem zwischen der ewigen Geburt des Wortes im Schoß des Vaters und der zeitlichen Geburt Marias Jungfrau unterschieden wird – zwei Geburten eines einzigen Sohnes Gottes.
“Wenn jemand nicht zugibt, dass Maria vor der Geburt, bei der Geburt und nach der Geburt Jungfrau war”, so Damasus I in seinem Dokument Nr. 9.
Römisches Konzil von 382, Nrs. 11-14
Das Römische Konzil von 382, unter der Präsidentschaft Damasus’, erbrachte drei grundlegende Dokumente über Maria:
- Nrs. 11-12, Zweite Brief an den Osten: Bestätigt die ewige Jungfräulichkeit Marias (semper Virgo) gegen Bonosus und Jovinianus, die die Jungfräulichkeit nach der Geburt leugneten.
- Nr. 13, Dritter Brief an den Bischof von Antiochia: Bestätigt die orthodoxe Lehre über die Person Christi und die Rolle Marias gegen östliche Irrtümer.
- Nr. 14, Vierter Brief an denselben: Vertieft die Frage der göttlichen Mutterheit und bereitet damit den theologischen Boden für Ephes.
Historischer Kontext
Damasus I begründet die päpstliche Tradition, die Mariendoktrin mit präziser Theologie zu definieren. Ohne seine Dokumente wäre das Konzil von Ephes (431) auf einem weniger vorbereiteten theologischen Boden gewesen. Die Formel semper Virgo, Jungfrau vor, während und nach der Geburt, wird hier klar zum päpstlichen Dogma.
Weiterführende Lektüre
Erkunden Sie die Themen Mariologie, das Lumen Gentium, Kap. VIII und die Postgraduierung in Mariologie.
Postgraduierung in Mariologie
Möchten Sie Ihre Ausbildung in Mariologie vertiefen? Entdecken Sie die Postgraduierung in Mariologie der Locus Mariologicus – eine akademische Ausbildung, die theologischen Strenge, geistliche Lebensführung und lebendige Tradition der Kirche verbindet.
Responses