Benedikt XIV und die Bulle Gloriosae Dominae (1748) – Maria als Vermittlerin aller Gnaden (Pontifische Doktrin IV, Nrn. 209-220)
Bento XIV (1740-1758) ist der gelehrte Papst des 18. Jahrhunderts, Kanonist, Liturgiker und Mariologe. Seine goldene Bulle Gloriosae Dominae (27. September 1748) zählt zu den umfassendsten marianischen Dokumenten des päpstlichen Lehramts vor Pius IX und umfasst elf Nummern in der Doctrina Pontificia IV (nn. 210-220).
| Sammlung | Doctrina Pontificia IV: Mariane Dokumente, nn. 209-220 |
| Papst | Bento XIV (1740-1758) |
| Dokumente | Nuper ad Nos (1743) | Gloriosae Dominae (1748) |
| Thema | Systematische marianische Lehre, Vermittlung, marianische Devotionen |
n. 209, Konstitution “Nuper ad nos” (16. März 1743)
Diese Konstitution befasst sich mit den marianischen Devotionen in den östlichen Kirchen, die mit Rom vereint sind (Uniaten). Benedikt XIV betont, dass diese Kirchen ihre eigene Fülle an marianischer Devotion besitzen, die Verehrung Marias als Theotokos, die byzantinische Marienverehrung und dass dies bewahrt werden muss, nicht latinisiert.
nn. 210-220, Bulle “Gloriosae Dominae” (27. September 1748)
Die Bulle Gloriosae Dominae ist die marianische Summe Benedikt XIVs. In ihren elf Nummern in der Doctrina Pontificia IV entwickelt er Folgendes:
- Maria Titel: «Gloriosa Domina», die Glorreiche Herrin, Königin des Universums
- Vermittlung Marias: Benedikt XIV verwendet den Ausdruck «mediatrix omnium gratiarum» (Vermittlerin aller Gnaden), ein Titel, der im 19. und 20. Jahrhundert umstritten war, aber hier in ausdrücklicher päpstlicher Autorität steht
- Aufnahme Marias: Der Text besagt, dass Maria als «glaubwürdige Überlieferung» der Kirche zwei Jahrhunderte vor Pius XII., der sie als Dogma definierte, im Himmel mit Körper und Seele aufgenommen wurde
- Königin-Titel: Maria herrscht mit Christus im Himmel über die gesamte Schöpfung
- Universelle Vermittlung: Alle Gnaden gehen durch Marias Hände, sie verteilt sie.
«Illud constans et persuasum habemus, omnia divinae gratiae munera, omnia Dei cum hominibus beneficia, omnes virtutes, quae christianam uitatem illustrant, cuiuslibet generis indulgentias, per manus Mariae esse dispensanda, ut per eam distribuantur»
Wir haben fest und überzeugt, dass alle Gaben der göttlichen Gnade, alle Vorteile Gottes für die Menschen, alle Tugenden, die das christliche Leben erleuchten, alle Arten von Indulgenzen, durch Marias Hände zu verteilen sind, damit sie sie durch sie verteilt.
Theologische Bedeutung
Die Gloriosae Dominae ist der Höhepunkt der marianischen Theologie vor Pius IX. Benedikt XIV, der gelehrteste Papst der modernen Zeit, bekräftigt mit päpstlicher Autorität die universelle Vermittlung Marias, eine Lehre, die nie als Dogma von den Konzilen definiert wurde (Vatican II entschied sich dafür, sie nicht zu definieren), aber vom päpstlichen Magistrat seit Jahrhunderten wiederholt betont wurde. Diese Bulle ist der zentrale Bezugspunkt für alle Studien zum Titel «Vermittlerin aller Gnaden».
Weiterführende Lektüre
Erforschen Sie Mariologie, Munificentissimus Deus (Aufnahme), Ad Caeli Reginam (Königin-Titel) und Pós-Graduiertenstudium in Mariologie.
Masterstudiengang Mariologie
Möchten Sie Ihre Ausbildung in Mariologie vertiefen? Informieren Sie sich über den Masterstudiengang Mariologie der Locus Mariologicus – ein akademisches Studium, das strenge Theologie, geistliches Leben und die lebendige Tradition der Kirche verbindet.
Responses