Marienikonen und Bilder: Kunst und Spiritualität

Ícones e imagens marianas: arte e espiritualidade

Marienikonen und -bilder: Kunst und Spiritualität

Marienikonen und -bilder sind eine privilegierte Form der theologischen Bildsprache: Sie drücken in der heiligen Kunst die Glauben der Kirche über Maria aus. Die mariologische Kunsttradition ist ebenso reich wie die schriftliche Tradition, und in vielen Fällen hat sie diese sogar vorangeboten. Zum vollständigen Artikel: Marienikonen und -bilder.

Die großen ikonographischen Typen

Die wichtigsten mariologischen Ikonotypen in der östlichen Tradition: Hodegetria (“die Wegweisende”), Maria zeigt dem Kind Jesus als Weg. Eleusa (“der Mitgefühlige” oder “Glikophilie”), Maria und das Kind im Angesicht zueinander. Anorante, Maria mit erhobenen Armen im Gebet. Platytéra, Maria hält das Kind Jesus an ihrer Brust wie eine Medaille.

Die Ikoneklase

Im 8. und 9. Jahrhundert erschütterte die Ikoneklase das Byzantinische Reich: Die Kaiser verboten heilige Bilder. Der Zweite Konzil von Nikaia (787) bestätigte jedoch die Legitimität der Verehrung heiliger Bilder, einschließlich der marianischen. Die Ehre, die dem Bild zuteilwird, geht an sein Prototyp: Die Verehrung des Bildes Marias ist die Verehrung Marias.

Mirakelbilder

Einige Marienbilder werden als mirakulös oder acheiropoietos (nicht von menschlicher Hand geschaffen) verehrt: Unserer Lieben Frau von Czestochowa, die Jungfrau von Guadalupe ( deren Bild auf dem Mantel von Juan Diego keine zufriedenstellende technische Erklärung hat), Unserer Lieben Frau von Cap-de-la-Madeleine. Diese Bilder wurden zu Zentren der Wallfahrt und des marianischen Devotionslebens.

Weiterführende Studien: Erkunden Sie Mariologie, Theologie mariana, Marienerscheinungen und den Masterstudiengang in Mariologie.


Lehren der Kirche

Imagines sacrae et icones Beatae Virginis in Ecclesia honori habentur non propter materiam ex qua fiunt, sed propter prototypum quod repraesentant.

Zweites Konzil von Nikaia (787), Dogmatische Definition, apud Denz.-Hün. 601

📚 Übersetzung: Heilige Bilder und Marienikonen werden in der Kirche nicht aufgrund des Materials, aus dem sie geschaffen sind, geehrt, sondern aufgrund des Prototyps, den sie darstellen.

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