Papst Sixtus V, Clemens VIII und Paul V – mariologische Liturgie nach dem Konzil von Trient (Lehrschreiben des Papstes, IV, Nrs. 176-183)

Die Päpste Sixtus V (1585-1590), Clemens VIII (1592-1605) und Paul V (1605-1621) setzten die große Arbeit der posttridentinischen Liturgiereform und Marienverehrung fort. Ihre marianischen Dokumente (nn. 176-183) umfassen das Rosenkranzgebet, die Reform des Breviars und marienreligiöse Feiern.

SammlungDoctrina Pontificia IV: Mariane Dokumente, nn. 176-183
PäpsteSixtus V (1585-1590) | Clemens VIII (1592-1605) | Paul V (1605-1621)
ThemenRosenkranz, Marienkultus, Posttridentinische Reform

Sixtus V (1585-1590), nn. 176-180

Sixtus V ist der Papst der großen Unternehmungen: Er vollendete den Petersdom, errichtete die römischen Obelisken und legislierte reichlich über den Marienkultus. Seine fünf marianischen Dokumente umfassen:

  • nn. 176-177, Bulle “Intemeratae Matris” (1. September 1585): Über die Reinheit Mariens und die ihr gebührende filiale Verehrung. Sixtus V verwendet den Ausdruck intemerata (unbefleckt, unberührt) als Titel für Maria.
  • nn. 178-179, Bulle “Dum ineffabilia” (30. Januar 1586): Reguliert die marianischen Feiern im universellen liturgischen Kalender nach der Posttridentinischen Reform, bestätigt die Feier der Ankündigung, Besuchs, Himmelfahrt, Geburt und Unbefleckten Empfängnis Mariens.
  • n. 180, Bulle “Gloriosae” (8. Juni 1587): Über Marias Glorie und das Versprechen der Seligkeit für ihre treuen Verehrer.

Clemens VIII (1592-1605), n. 181: Motu proprio “Pastoralis Romani”

Das Motu Próprio Pastoralis Romani (15. Juli 1598) von Clemens VIII ist eines der ausführlichsten Dokumente der Doctrina Pontificia IV, das fast sieben Seiten umfasst. Es ist eine detaillierte Regulierung der Marienvereinigungen in Rom, insbesondere diejenigen, die dem Rosenkranz, dem Escapular und der Unbefleckten Empfängnis gewidmet sind. Clemens VIII drückt ein tiefes persönliches Verlangen nach Maria aus, die er als “Mediatrix nostra apud Filium” (unser Vermittler bei dem Sohn) bezeichnet.

“Beatissimam Virginem Mariam… non solum Matrem Dei et Domini nostri Iesu Christi esse confitemur, sed et Matrem misericordiae, Advocatam peccatorum, Mediatricem apud Filium suum Deum nostrum”

Wir bekennen, dass die seligste Jungfrau Maria… nicht nur Mutter Gottes und unseres Herrn Jesus Christus ist, sondern auch Mutter der Barmherzigkeit, Anwältin der Sünder, Vermittlerin bei ihrem Sohn, unserem Gott.

Paul V (1605-1621), nn. 182-183: Bulle “Immensae bonitatis”

Paul V, der Papst, der Galileo verurteilte und Santa Teresa von Avila kanonisierte, ist auch Autor eines wichtigen Dokuments über die Mariologie der Gnade. Die Bulle Immensae bonitatis (27. Oktober 1615) behandelt die besondere Gnade Mariens gegenüber den Gläubigen, die sie anrufen, und entwickelt die Lehre von der Vermittlung Mariens.

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