# Maria, Mutter des lebendigen Evangeliums: Die Freude der BesuchungDer Papst Franziskus lehrte, dass die Jungfrau Maria die „Mutter des lebendigen Evangeliums, Quelle der Freude für die Kleinen“ (Apostelexhortation *Evangelii Gaudium*, Nr. 287) ist. Das lebendige Evangelium ist jedoch nicht eine Ansammlung theoretischer Kenntnisse oder eine Lehre, ein Programm oder eine Ideologie, die frei interpretiert werden kann. Es ist die frohe Kunde von der Gegenwart jenes, der Mensch wurde und unter uns wohnte. Das Evangelium ist eine Ankündigung der Freude, denn das lebendige Evangelium, das mit Festigkeit und Freude verkündet werden muss, ist Christus selbst. Der Sohn der Jungfrau Maria ist das lebendige Evangelium, das allen Kleinen verkündet werden soll.Auch in Maria spiegelt sich die Freude wider, die Jesus umgibt. Jesus ist die Freude Marias. Sie empfängt die Freude, die ihr eigener verkörperter Sohn ist, der auf diese Weise das Geschenk vorwegnimmt, das er später allen seinen Jüngern geben wird: „Ich habe euch dies gesagt, damit meine Freude in euch bleibt und eure Freude vollkommen sei“ (Joh 15,11). Dieses lebendige Evangelium sollte fröhlich verkündet werden: Durch Maria ist Jesus unter uns. Er ist der Emanuel. Er ist bis ans Ende der Zeiten mit uns.Die Erzählung des Treffens zwischen Maria und Elisabeth, wie sie Lukas berichtet (vgl. Lk 1,39-45), hebt genau diese Dimension der Freude im Evangelium hervor, die das Leben der Mutter Jesu und das Leben dessen, der sich mit ihr trifft, prägt. Tatsächlich ist das große Geschenk, das Maria Elisabeth bringt, Jesus selbst, der noch verborgen im Schoß seiner Mutter Quelle der Freude ist. Mit Jesus in ihrem Inneren lässt Marias Gruß Johannes den Täufer im Mutterleib jubeln. Aus diesem Grund lehrt auch Johannes der Täufer, bevor er geboren wird und noch im Mutterleib, dass vor Maria die Freude immer wieder neu entfacht wird. Mit seiner Freude zeugt und lehrt der Vorläufer, dass dort, wo die Jungfrau Maria eintritt, wie sie in ihr Haus eingekehrt ist, Freude herrscht.**Die Freude Marias in der Gegenwart Jesu: biblische Wurzeln**Schon im Alten Testament ist Freude die unmittelbare Folge der Gegenwart Gottes. Gott soll tatsächlich mit Freude empfangen werden und wo Gott weilt, singt und jubelt alles vor Freude. Wie der Prophet Sophoniaa verkündete: „Freue dich laut! Der HERR, dein Gott, ist unter dir wie ein mächtiger Retter“ (So 3,14). Als Maria in das Haus von Zacharias und Elisabeth kam, drückte sie ohne Worte klar die Worte Sophonias aus: „Der HERR ist mitten unter euch“. Die Besuchserklärung der heiligen Jungfrau Maria erfüllt alles, was vorher angekündigt wurde. Gott ist mit seinem Volk vereint. Gott hat sein Volk besucht und Freude überflutete die Erde.Wenn wir Maria in unsere Häuser, Gemeinden und Beschäftigungen einlassen, lassen wir auch Freude einziehen, die niemand von uns nehmen kann. Die heilige Jungfrau Maria ist die Mutter des lebendigen Evangeliums. Wir sind aufgerufen, ihr nachzuahmen. Wie sie werden wir Zeugen der Freude des Evangeliums sein, Zeugen Christi auferstandenen Lebens. Und die Freude wird über die Erde kommen.*Dr. Pfr. João Paulo Queltas Domingues**Kaplan des Heiligtums von Fátima*Die Szene der Besuchserklärung und Marias Rolle als „Mutter des lebendigen Evangeliums“ werden in der Apostolischen Exortation *Evangelii Gaudium* des Papstes Franziskus vertieft, wo Maria als Modell für Evangelisierung und christliche Freude erscheint.**Weiterführende Studien:** Erforschen Sie *Mariologie*, *Theologie der Jungfrau Maria*, *Marienerscheinungen* und die *Postgraduale Mariologie*.**Bildung in Mariologie:** Das *Institut Locus Mariologicus* bietet eine *Postgraduale Mariologie*, Artikel und akademische Ressourcen zu *Mariologie*, *Marienerscheinungen* und *Theologie der Jungfrau Maria* an.
Um tieferen Einblick in Maria und die Besuch bietet die Enzyklika Redemptoris Mater von Papst Johannes Paul II.
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Im Gesicht Marias sehen wir das Gesicht Jesu Christi. Eine mariologische Meditation über die Beziehung zwischen Mutter und Sohn im christlichen Glauben. Vertiefe diese Reflexion.
Chronologische Magisterium-Entwicklungen von Medjugorje zwischen 2001 und 2022: Vatikanerklärungen, Episkopatsaussagen und die Entwicklung der kirchlichen Diskriminierung. Vertiefen Sie diesen historischen Weg …
Die wörtliche Übersetzung mariologischer Verse ist essenziell, um Marias Rolle im Schriftverständnis und im christlichen Glauben zu erfassen. Eine vertiefte Analyse dieser grundlegenden theologischen Betrachtung.
Das marianische Prinzip offenbart Maria als konstitutives Element der Kirche. Erforschen Sie ihre Präsenz am Kreuz und die geistige Mutterrolle, die die aufstrebende Kirche grundlegt.
Gegrüßt seist du, die du geglaubt hast: Die Besuchung Marias bei Elisabeth ist ein lebendiges und hoffnungsvolles Bekenntnis des Glaubens. Kontempliere dieses marianische Geheimnis im Locus Mariologicus.
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