Das Neue Testament und Maria: ein Überblick

Von Prof. Dr. Daniel C. Afonso · Aktualisiert am
Neues Testament und Maria – Ein Überblick
Die Präsenz von Maria im Neuen Testament ist subtil, aber theologisch bedeutsam. Die Berichte der Evangelien sind zwar spärlich, doch voller Bedeutung. Für einen ausführlichen Artikel über die Evangelien: Evangelien und Maria. Zum Alten Testament: Maria im Alten Testament.
Das lukanische Sondergut
Lukas (Evangelium + Apostelgeschichte) ist die primäre neutestamentliche Quelle über Maria. Das Evangelium enthält: Verkündigung, Heimsuchung, Magnifikat, Geburt Jesu, Darstellung im Tempel, Begegnung im Tempel. Die Apostelgeschichte erwähnt Maria im Obergemach vor Pfingsten (Apg 1,14), die einzige Erwähnung nach Ostern.
Das johanneische Korpus
Johannes erwähnt Maria an zwei Stellen (siehe: Evangelien und Maria): Kana (Johannes 2) und am Kalvarienberg (Johannes 19). Die Offenbarung des Johannes stellt die “mit der Sonne bekleidete Frau” (Offenbarung 12) dar, eine Figur, die von der Tradition als Maria und die Kirche interpretiert wird.
Paulus und die Jungfrau
Paulus erwähnt implizit die Jungfräulichkeit Marias in Galater 4,4: “Gott sandte seinen Sohn, geboren aus einer Frau, geboren unter dem Gesetz.” Die Formulierung “geboren aus einer Frau” ohne Nennung eines Vaters wird von der Exegese als Anspielung auf die Jungfräulichkeit Marias interpretiert. Dies ist die direkteste Bezugnahme des Paulus auf Marias Mutterschaft.
Weiterführende Studien: Tauchen Sie tiefer ein in Mariologie, Theologie der Jungfrau Maria, Marienerscheinungen und dem Aufbaustudiengang Mariologie.
Lehramt der Kirche
“Maria wird im Neuen Testament gefunden: in den Evangelien der Geburt, im öffentlichen Dienst Jesu, am Kreuz und im Obergemach zu Pfingsten.”
– Zweites Vatikanisches Konzil, Dogmatische Konstitution Lumen Gentium, Kap. 8, Abs. 58
📚 Übersetzung: Maria erscheint im Neuen Testament in den Evangelien der Geburt, im öffentlichen Dienst Jesu, am Kreuz und im Obergemach zu Pfingsten.
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