Maria und die Zeit der Erwartung

Von Prof. Dr. Daniel C. Afonso · Aktualisiert am
Advento und Maria, die Jungfrau in der Zeit der Erwartung
Der Advent ist die liturgische Zeit, in der die Präsenz Marias besonders hervorragend zum Tragen kommt. Die Liturgiereform des Zweiten Vatikanischen Konzils bestätigte, dass diese Zeit als ein „marianischer Zeitabschnitt“ (MC 4) betrachtet werden sollte: Die biblischen Lesungen, Gebete und eigenen Feierlichkeiten des Adventes stellen Maria systematisch in den Mittelpunkt des Mysteriums der Inkarnation, das die Kirche sich auf die Feier vorbereitet. Wie in der Marialis Cultus hervorgehoben wird, ist die Verehrung Marias im Advent eine „alte und konstante Tradition“.
Der Advent: Zeit der Ankunft und der Erwartung
Der christliche Advent hat eine dreifache zeitliche Dimension: Er ist Erinnerung an die jahrhundertelange Vorbereitung Israels. Er ist gegenwärtige Feier des Inkarnationsmysteriums. Er ist Erwartung der glorreichen Ankunft Christi am Ende der Zeiten. Diese dreifache Dimension – Vergangenheit, Gegenwart und Eschatologie – verhindert, dass der Advent auf eine rein sentimentale Vorbereitung auf Weihnachten reduziert wird. Die liturgische Reform unterscheidet einen „eschatologischen Advent“ (1. bis 3. Woche mit den Prophezeiungen Isaiahs und der Predigt Johannes des Taufers) und einen „weihnachtlichen Advent“ (17. bis 24. Dezember), bei dem die marianischen Elemente stärker hervortreten.
Mariene Feierlichkeiten im Advent
Das liturgische Kalender des Adventes umfasst mehrere mariene Feierlichkeiten von großer Bedeutung. Die Festlichkeit der Unbefleckten Empfängnis (8. Dezember) ist das Fest, an dem Maria, die unbefleckte Jungfrau, als „Anfang der Verheißungen“ gefeiert wird, die frühzeitige Verwirklichung in der Kirche der Heiligung, die Gott für die gesamte Menschheit will. Weihnachtsferien vom 20. DezemberErbe der alten “Goldenen Messe”, feiert die Verkündigung des Engels an MariaLukas (1,26-38), mit der Lesung aus Isaias 7,10-14 („Die Jungfrau wird schwanger sein“). Weihnachtsferien vom 21. Dezember feiert Besuch Das Lied der MagnificatO (ein Ausruf des Gebets oder der Anbetung) IV. Adventsonntag Der “marianische Sonntagsvorlauf”: Maria, in ihrer vollen Hingabe an Gott, ist das Zeichen der vollen Öffnung gegenüber dem kommenden Gott.
Die Jungfrau der Zuhörung
Die marianische Advent-Synthese konzentriert sich auf Marias Haltung des Zuhörens. “Sei es getan” Es ist nicht nur ein Akt der Gehorsamkeit, sondern die vollkommene Ausdrucksform des biblischen Glaubens: Maria nimmt das Wort Gottes mit Demut, Offenheit und Schnelligkeit an, empfängt das Wort im Herzen, bevor sie es im Leib empfängt (Heiliger Augustinus, Predigt 215,4). Glaube Marias In der liturgischen Tradition wird Maria, die immerjungfräuliche Mutter Gottes, in Verbindung mit dem Glauben Abrahams gesetzt. Wie Abraham an die unmögliche Versprechen Gottes glaubte, so glaubte Maria an die Worte: „Nichts ist Gott unmöglich.“ (Lukas 1,37)Lukas 1,37) Der Advent lädt die gesamte Kirche dazu ein, von Maria diese grundlegende Haltung des Glaubens zu lernen: zuhören, aufnehmen und sich dem Plan Gottes anvertrauen.
Maria, Synthese der messianischen Vorbereitung
Maria ist die “Frau der Fülle der Zeit” (vgl. Glaube 4,4): Sie schließt eine Zeit ab und öffnet die Zukunft. In Maria konzentriert sich die ganze Hoffnung Israels, die Prophezeiungen Isaías’, die messianischen Psalmen, die “Tochter Zion”, die auf den Messias wartet, und in ihr wird diese auf einzigartige und endgültige Weise verwirklicht. Die Genealogie Jesu (Matthäus Maria ist das letzte Glied einer langen Kette des Glaubens, der Endpunkt aller Vorbereitungen Gottes. Deshalb stellt die Adventszeit, indem sie diese Vorbereitung erinnert, Maria in den Mittelpunkt als das schönste Gesicht dieser fruchtbaren Erwartung.
Die Jungfrau-Mutter, Typ der Kirche
Die Adventszeit offenbart Maria als Typ und Modell der Kirche. Der Geist, der Maria bei der Verkündigung (Lukas Ist dasselbe wie über die Apostel herabgesandt an Pfingsten?An der Ankündigung des Herrn 1,8). Der Druck Marias bei der Besuch bei Elisabeth entspricht dem Impuls der Mission: Maria ist das Modell der Verfügbarkeit für die Mission des Geistes. Die Kirche, die das Adventfest feiert, erkennt sich in diesem Bild wieder: eine Gemeinschaft von Gläubigen, die wartet, zuhört, empfängt und Christus in die Welt trägt, nach dem Beispiel und mit der Vermittlung der Jungfrau Maria. Nazaret“Mariologie, Angelologie, Dämonologie, Josefologie”
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Lehramt der Kirche
Ecce virgo concipiet et pariet filium, et vocabitur nomen eius Emmanuel.
Isaias 7,14 (Vulgata Clementina)
📚 Literale Übersetzung: Siehe, eine Jungfrau wird schwanger werden und einen Sohn gebären, und sein Name wird Emanuel sein.
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