Die majestätische Angelologie, die Konzile und die Lehre der Kirche über die Engel

# Angelologie und christliches GlaubensbekenntnisDie magistrische Angelologie nimmt in der theologischen Tradition einen einzigartigen Platz ein, da sie die Art und Weise darstellt, wie die Kirche durch ihre Konzile, Glaubensbekenntnisse und patristische Lehren allmählich das Verständnis von Engeln und ihrer Mission in der Heilsgeschichte entwickelt hat. Es handelt sich nicht um eine Randerscheinung, sondern die Erforschung der Engel ist ein Element des Glaubens, das aus dem christlichen Glaubensbekenntnis selbst entspringt: Gott wird als Schöpfer aller Dinge „sichtbarer und unsichtbarer“ Dinge bekennend. Die Reflexion über geistige Wesen ist daher kein Anhang der Theologie, sondern ein wesentlicher Bestandteil der Schöpfungs- und Offenbarungsdoktrin.## Frühe konziliare AussagenDas **Konzil von Arles (314)** und das **Konzil von Nicäa (325)** behandeln die Angelologie nicht direkt, aber sie schaffen den doktrinären Rahmen, in dem sie verankert ist: die Bekennung zum einzigen Schöpfergott aller Dinge. Das **Konzil von Laodikeia (343-381)** wird zum ersten Konzil, das sich ausdrücklich über Engel äußert, indem es im Kanon 35 den Kult an Engel als Vermittler neben Christus verurteilt, eine Abweichung, die im Text als „Angelolatrie“ bezeichnet wird. Diese Verurteilung leugnet nicht die Existenz und Mission der Engel, sondern begrenzt den legitimen Kult: Engel sind Gottes Kreaturen, keine Objekte der Anbetung.Das **Konzil von Rom (382)**, unter dem Vorsitz von Papst Damasus I., nimmt die Bücher Tobias und Daniel in den kanonischen Liste der inspirierten Schriften auf, die erste explizite Erwähnung der Erzengel Rafael, Michael und Gabriel, wodurch die biblische Angelologie autorisiert wird. Das **Erste Konzil von Braga (561)** verurteilt die Priscilianer, die der Schöpfung der Seelen durch spezifische Engel zuschrieben, und bekräftigt, dass der einzige Schöpfer der Seelen Gott ist.## Gregor I. und die Synthese zwischen patristischer und magistraler LehrePapst **Gregor I., der Große** (gest. 604), in seinem Brief an Patriarch Eulogius von Alexandria, fasst eine Synthese zusammen, die die gesamte spätere Tradition prägen wird: Engel sind persönliche und geistige Wesen, von Gott vor der sichtbaren Schöpfung geschaffen, in verschiedenen Hierarchien organisiert je nach Nähe zum göttlichen Licht. Gregor übernimmt und latinisiert das dionysianische Schema der drei Dreien, das er durch seine *Homilien über die Evangelien* im Mittelalter ins westliche Christentum einbringt, eine Arbeit von enormer Einfluss auf die Entwicklung der mittelalterlichen Engel-Theologie und -Andacht.## Das IV. Lateranische Konzil und das KatechismusDer IV. Lateranische Konzil (1215) markiert den Abschluss der mittelalterlichen theologischen Lehre über die Engel: Es definiert, dass Gott sowohl die geistige als auch die körperliche Kreatur, die Engel und die irdische Welt, „gleichzeitig aus dem Nichts“ erschaffen hat, und dass der Teufel und andere Dämonen ursprünglich gut von Gott geschaffen wurden, aber durch eigene Willensentscheidung böse wurden. Diese dogmatische Definition, die gleichzeitige Schöpfung, das ursprüngliche Gute und die freiwillige Fall, bildet weiterhin den unerschütterlichen Grund der katholischen Lehre über die Engel. Das Katechismus der Katholischen Kirche (nn. 328-336) fasst diese ganze Tradition zusammen, indem er die Engel als „geistige Wesen beschreibt, die Gott ohne Unterlass preisen und dessen heilsame Absichten dienen“.Sicht den vollständigen Lehrtext über die Engel auf Vatican.va: Vatican.va, CCC: Die Engel.Vertiefen Sie Ihre Studien: Erkunden Sie Angelologie, Patristische Angelologie, Mariologie und das Postgraduale in Mariologie.

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