Benedikt XVI – Sakrament des Liebe und Liebe in Wahrheit: Maria als eucharistisches Weib und Mutter der Nächstenliebe

# Benedikt XVI und seine Enzykliken und ExortationenBenedikt XVI hat drei große Enzykliken veröffentlicht – *Deus Caritas Est* (2005), *Spe Salvi* (2007) und *Caritas in Veritate* (2009) – sowie zwei bedeutende Post-Synodale Exortationen – *Sacramentum Caritatis* (2007) und *Verbum Domini* (2010). In allen nimmt Maria einen zentralen Platz ein, was diese beiden fehlenden Texte beleuchtet: *Sacramentum Caritatis* 33 und das Schlusswort von *Caritas in Veritate*.## *Sacramentum Caritatis* 33 – Maria, Frau der EucharistieDie Apostolische Exortation *Sacramentum Caritatis* ist das Ergebnis des 11. Bischofssynods (2005) über die Eucharistie. In Nummer 33, das sich Maria widmet, wird und vertieft das, was Johannes Paul II. in seiner Enzyklika *Ecclesia de Eucharistia* (2003) als „Maria, Frau der Eucharistie“ bezeichnet hatte:> „Wenn Maria Quelle des inkarnierten Wortes war, ist sie auch Quelle der Eucharistie dieses inkarnierten Wortes. Im Sakrament der Eucharistie bezeugen wir dasselbe Wort Gottes, das in menschlicher Fleisch geworden ist, wie es im Schoß Marias angenommen wurde. Daher ist Maria ,Mutter der Eucharistie‘, auf die gleiche Weise, wie sie Mutter des Leibes und Blutes Christi ist.“## *Caritas in Veritate* – Marianisches Schlusswort (2009)In seiner sozialen Enzyklika *Caritas in Veritate* schließt Benedikt XVI mit einem der schönsten marianischen Aussagen des jüngeren kirchlichen Lehrens:> „Wir rufen besonders die Allerseligste Jungfrau Maria an, damit sie den Völkern auf wahre Weise zur Entfaltung ihrer Entwicklung verhilft und ihnen durch ihren Geist Liebe in Wahrheit schenkt. Maria, die für ihr Volk mit ,Ja‘ antwortete ,möge es erfüllen nach deinem Wort‘, sei das Prinzip und Vorbild eines Lebensstils der Nationen, die sich der brüderlichen Frieden und Gerechtigkeit widmen.“

Die Präsenz Marias in der Sozialen Enzyklika Benedikts XVI bestätigt eine Tradition, die von Johannes XXIII mit seiner Enzyklika Mater et Magistra (1961, siehe Beitrag) eingeleitet wurde: Jede Soziale Enzyklika endet mit Maria. Diese Tradition drückt die theologische Überzeugung aus, dass es keine soziale Frage ohne Maria gibt, denn Maria ist die erste „armen Evangelischen“ (Magnifikat: „exaltavit humiles“), das herausragende Zeichen für Gottes Sorge um die Kleinen.

Zusammenfassung der Mariologie Benedikts XVI

Die Mariologie Benedikts XVI umfasst fünf Hauptaspekte:

  1. Maria, Mutter der Barmherzigkeit (DCE)
  2. Maria, Stern der Hoffnung (SS)
  3. Maria, eucharistisches Weib (Sacramentum Caritatis)
  4. Maria, Mutter der Nächstenliebe (Caritas in Veritate)
  5. Maria, Weib des Wortes (Verbum Domini)

Weiterführende Lektüre

Mariologie | Deus Caritas Est | Spe Salvi | Ecclesia de Eucharistia

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