Paul VI. – Marialis Cultus (1974): Originaltext der Einleitung in lateinischer Sprache

Lateinischer Text – Nr. 13: Einführung

Marialis cultus, auf dass er sich weiterentwickle, aus dem wir auf den Stuhl Petri erhoben wurden, haben wir unermüdlich gearbeitet; nicht nur war es unser Vorhaben, den Sinn der Kirche in dieser Angelegenheit und einen inneren Antrieb, der uns bewegt, auszudrücken, sondern wir wurden auch dazu geführt, weil diese Form der Andacht, wie bekannt, einen hervorragenden Teil des heiligen Kultus darstellt, in dem sich der Gipfel der Weisheit und das höchste der Religion auf eine Art und Weise vereinen, und der daher die Hauptaufgabe des Volkes Gottes ist.

Portugiesische Übersetzung – Nr. 13

Para que o culto mariano se enriquecesse de novos desenvolvimentos, desde que fomos elevados à cátedra de Pedro temos trabalhado continuamente; não foi apenas nosso intento exprimir o sentir da Igreja sobre esta matéria e um certo impulso interior pelo qual nos sentimos movidos, mas fomos levados a isso também porque esta forma de piedade, como é sabido, constitui parte excelente do culto sagrado em que confluem por assim dizer numa unidade o vértice da sabedoria e o cume da religião, e que por isso é o ofício principal do Povo de Deus.

Lateinischer Text – Nr. 14: Die liturgische Reform

Im Blick auf diese Aufgabe haben wir stets die große Erneuerungsarbeit im liturgischen Bereich angeregt und unterstützt, die vom Zweiten Vatikanischen Konzil begonnen wurde, das zweifellos nach einem besonderen Plan der göttlichen Vorsehung geschah. Tatsächlich war das erste Dokument desselben universellen Synods, das wir zusammen mit den verehrten Vätern billigten und dem wir, im Heiligen Geist, unsere Unterschrift gaben, die Konstitution, die mit den Worten „Sacrosanctum concilium“ beginnt.

Übersetzung Portugiesisch – Nr. 14

Mit diesem Auftrag vor Augen haben wir stets die große Erneuerungsarbeit im liturgischen Bereich angeregt und gefördert, die vom Ökumenischen Konzil Vatikan II begonnen wurde, und nicht zufällig, sondern nach einem besonderen Willen der göttlichen Vorsehung, geschah es, dass das erste Dokument desselben universellen Synods, das wir zusammen mit den verehrten Vätern billigten und dem wir, im Heiligen Geist, unsere Unterschrift gaben, die Konstitution war, die mit den Worten „Sacrosanctum concilium“ beginnt.

Nr. 16: Das mariologische Programm von marialis cultus

Latein: Itaque in nonnullis quaestionibus libet immorari, quae ad necessitudinem inter sacram Liturgiam et cultum Dei Genetricis spectant (I); considerationes et normas directorias proponere ad cultum proprie marialem in liturgiae spiritu rite ordinandum (II); aliquot consilia tradere de pia exercitatione – praecipue de Angelo Domini et de Rosario – quae a populo Dei colitur (III).

Portugiesisch: Por isso é conveniente deter-se em algumas questões que dizem respeito à relação entre a sagrada Liturgia e o culto da Mãe de Deus (I); propor considerações e normas directrizes para ordenar correctamente o culto propriamente mariano no espírito da liturgia (II); transmitir alguns conselhos sobre os exercícios pios, especialmente o Angelus Domini e o Rosário, que são cultivados pelo povo de Deus (III).

Estrutura von marialis cultus

Die Apostolische Exhortation ist in drei große Teile strukturiert:

  1. Teil I (Nr. 1-23): Der Kult der Jungfrau Maria in der erneuerten Liturgie, Maria im liturgischen Kalender, im Lectionar und im liturgischen Jahr
  2. Teil II (Nr. 24-39): Erneuerung des Marienkultes, vier Richtlinien: dreieinig, christologisch, pneumatologisch, ökumenisch; vier Merkmale: biblisch, liturgisch, ökumenisch, anthropologisch
  3. Teil III (nn. 40-55): Die Übungen der marianischen Andacht, theologische Analyse des Angelus Domini und des RosenkranzesMaria als Mutter der Kirche – n. 17> Denn die Kirche dieser Zeit, indem sie über das Geheimnis Christi und über seine eigene Natur nachdenkt, entdeckt dieselbe Frau, sowohl im Ursprung des ersten als auch in der Vollendung des zweiten, die Jungfrau Maria, die Mutter Christi und Mutter der Kirche sein wird.Portugiesisch: Denn die Kirche dieser Zeit, wenn sie über das Geheimnis Christi und über seine eigene Natur nachdenkt, findet dieselbe Frau, sowohl in der Quelle des ersten als auch in der Vollendung des zweiten, die Jungfrau Maria, die Mutter Christi und Mutter der Kirche sein wird.Dieser Abschnitt greift direkt die Verkündigung von *Mater Ecclesiae* von Paul VI. am 21. November 1964 auf, die eine direkte Verbindung zwischen den beiden großen marianischen Momenten des Pontifikats herstellt.Bedeutung für die zeitgenössische marianische Liturgie*Marialis Cultus* bildet die theologische Grundlage für:– Den nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil erneuerten marianischen Liturgiekalender – Das Fest „Maria, Mutter der Kirche“ (zweiter Montag nach Pfingsten, 2018 von Franziskus eingeführt) – Die Überarbeitung der marianischen Votivmessen – *Collectio Missarum de Beata Maria Virgine* (1986), 46 Votivmessen – *Direktorio sulla pietà popolare e la Liturgia* (2002) – *Rosarium Virginis Mariae* (Johannes Paul II., 2002)Zusätzliche Lektüre– *Marialis Cultus* (Originaltext) – *Proclamação Mater Ecclesiae* 1964 – *Sacrosanctum Concilium* – *Lumen Gentium* Kap. VIII – *Rosarium Virginis Mariae*

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