Heiliger Sixtus III und Heiliger Leo I – die Theotokos gefeiert und gepredigt (Pontifische Doktrin IV, Nrs. 19-29)

**Heiliger Sixtus III (432-440) und Heiliger Leo I. (440-461)**Heiliger Sixtus III und Heiliger Leo I sind die beiden Päpste, die unmittelbar nach dem Konzil von Ephesus die theologische und liturgische Festigung der Definition vorantrieben. Sixtus III erbaute die Basilika Santa Maria Maggiore in Rom, während Leo I eine der reichsten marianischen Theologien der westlichen Väter, insbesondere in seinen Weihnachtspredigten, schuf.**Sammlung:** Doctrina Pontificia IV: Marianische Dokumente, Nrs. 19-29**Päpste:** Heiliger Sixtus III (432-440) | Heiliger Leo I., der Große (440-461)**Konzil:** Kalcedon (451), Nr. 23**Thema:** Verehrung der Theotokos, betont die Jungfräulichkeit in der päpstlichen Predigt**Heiliger Sixtus III (432-440), Nr. 19**Sixtus III ist der Papst, der die Feier von Ephesus vorantrieb. Sein sichtbarstes Werk ist der Wiederaufbau der Basilika Santa Maria Maggiore auf dem Esquilin in Rom, die der Mutter Gottes kurz nach der Definition von Ephesus geweiht wurde – das erste große Mariensanatorium im Westen. Die Inschrift am Triumphbogen versucht die Epheser-Definition in Bildern auszudrücken: *”Virgo Maria, tibi Xystus nova tecta dicavi / digna salutiferi talia dona tui”* (Maria, Jungfrau, ich habe dir, Sixtus, diese neuen Dächer gewidmet / würdig für deine Salbung solche Geschenke).Der Text Nr. 19 der *Doctrina Pontificia IV* erinnert an das päpstliche Schreiben von Sixtus über die Jungfrau Maria als Mutter Gottes in direkter Linie mit Ephesus.**Heiliger Leo I., der Große (440-461), Nrs. 20-28**Heiliger Leo I. ist einer der bedeutendsten Mariologen des westlichen Christentums. Seine Weihnachtsreden (Nr. I, II, VI, VII, IX in der Liste der *Doctrina Pontificia IV*) sind eine perfekte Verbindung aus tiefem Dogma und rhetorischer Eleganz. Die Dokumente Nr. 20-28 umfassen:– **Nrs. 20-22:** Briefe über die Jungfrau Maria als Mutter Gottes, doktrinelle Texte für Bischöfe und den Kaiser – **Nr. 24 (Weihnachtsrede I):** Maria, Mutter der Jungfrau, *”Nativitas Christi ex intacta Virgine procedens”* – **Nr. 25 (Weihnachtsrede II):** Maria bleibt ewig jungfräulich, Leo betont die Unberührtheit während der Geburt: *”intacta virginitas, quae nullum sensit corruptionem”* – **Nrs. 26-27 (Weihnachtsreden VI und VII):** Maria, Mutter der Jungfrau, doppelte Mutterschaft: körperlich und geistig – **Nrs. 28-29 (Weihnachtsrede IX und Epiphanie):** Maria, unbefleckt geboren, eine Vorahnung der Lehre von der Unbefleckten Empfängnis: *”de Spiritu Sancto et Virgine natus est… nullum peccatum contraxit”***Schlüsseltext von Heiliger Leo I.***”Haec enim generatio singularis est atque praecipua, quam nec Venus impulit, nec Lucina ministravit; sed Spiritus Sancti gratia perfecit. Haec nativitas non habet pari, quae divinae potentiae singulare miraculum est; propterea mater quidem non ignoratur, sed pater nusquam reperitur… Deus natus est in homine”*(Dies ist eine einzigartige und vornehmste Generation, die weder von Venus bewirkt noch von Lucina assistiert wurde, sondern durch die Gnade des Heiligen Geistes vollendet. Diese Geburt hat keinen Gleichen, es ist ein einzigartiges Wunder der göttlichen Macht; daher ist die Mutter bekannt, aber der Vater nicht gefunden… Gott wurde im Menschen geboren.)

Konklave von Chalcedon (451), 23

Das vierte ökumenische Konzil, geleitet von den Legaten Leons I., bestätigt die Definition von Ephesus und fügt hinzu, dass Christus zwei Naturen hat – göttlich und menschlich –, was die göttliche Mutterlichkeit Marias bekräftigt: Sie ist wahrhaft die Mutter des Wortes, das eine Person in zwei Naturen ist, göttlich und menschlich.

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