## Großes Jubeljahr 2000 und die Mariologie von Papst Johannes Paul II.Das große Jubiläum des Jahres 2000, der Höhepunkt des Pontifikats von Johannes Paul II., wurde durch zwei apostolische Schreiben mit starkem marianischem Inhalt vorbereitet und fortgeführt: *Tertio Millennio Adveniente* (10. November 1994), das das Jubiläum vorbereitete, und *Novo Millennio Ineunte* (6. Januar 2001), das die Nachjubeljahreszeit einläutete.**Papst:** Johannes Paul II.**Dokumente:**– *Tertio Millennio Adveniente* (1994, nn. 43, 54)
– *Novo Millennio Ineunte* (2001, n. 58)**Thema:** Jubeljahr 2000, Mariene Vorbereitung und Fortführung, “Duc in altum”## *Tertio Millennio Adveniente* (n. 43), Maria als Vorbereiterin des Jubeljahres:> „… der Ort, den die Allerseligste Jungfrau Maria im Advent des großen Jubeljahres einnimmt, ist von größter Bedeutung. Sie war ja selbst, voller Gnade, die Mutter des Sohnes Gottes, der sich in Fleisch formte, um uns zu erlösen. In Maria, Quelle und ursprüngliches Vorbild des Glaubens der Kirche, finden alle Worte und Taten Christi ihren vollen Sinn.“Maria nimmt im Jahr 1999, dem dritten Vorbereitungsjahr (vor dem Jubeljahr 2000), einen besonderen Platz ein. Sie dient als Modell für die Wallfahrt der Kirche zum Haus des Vaters:> „… Maria, Mutter des Herrn Jesus, die ununterbrochen mit Jesus wanderte, sei für die Christen Wanderern ein Vorbild und Hilfsmittel auf ihrer Reise zum Jubiläum.“## *Tertio Millennio Adveniente* (n. 54), Die drei Vorbereitungsjahre:Johannes Paul II. gestaltete die Vorbereitung auf das Jubeljahr in drei Jahren, die jeweils einer Person gewidmet waren: 1997 dem Sohn, 1998 dem Heiligen Geist und 1999 dem Vater. Maria nimmt im dritten Jahr (1999) einen besonderen Platz ein, als Leitfigur für die Wallfahrt der Kirche zum Haus des Vaters:> „… Maria, Mutter des Herrn Jesus, die unermüdlich mit Jesus wanderte, sei für die Christen auf ihrer Reise zum Jubiläum ein Vorbild und Hilfsmittel.“## *Novo Millennio Ineunte* (n. 58), “Duc in altum” mit Maria:Nach dem Jubeljahr veröffentlichte Johannes Paul II. *Novo Millennio Ineunte* (6. Januar 2001) mit der berühmten Einladung: „Macht euch auf und geht!“ (Lc 5,4). In n. 58 wird Maria als Leitfigur für die neue Navigation der Kirche nach dem Jubiläum dargestellt:> „… und nun, während wir uns aufmachen, um den Weg zu beschreiten, der sich vor uns erstreckt, schauen wir zu Maria, unserem Tempel der Herrlichkeit. Möge sie uns von allen Hindernissen fernhalten, die sie als ‘nie’ bezeichnete, während unsere Hoffnung in Jesus ruht. Auf diesem Weg ins neue Jahrtausend hat Maria seit jeher den Status eines hellen Leuchtturms eingenommen, um das Schiff der Gläubigen durch die Stürme zu führen.“
Erbe: Das marianische Programm des dritten Jahrtausends
Diese beiden Texte haben gemeinsam das marianische Programm der Kirche für das dritte Jahrtausend definiert:
- Maria, die Vorbereiterin: In jeder historischen Übergangszeit geht Maria der Kirche voraus als jene, die bereits das Kommen erahnt hat
- Maria, die Pilgerin: Die pilgernde Kirche folgt ihrem Vorbild, und es ist Marias, die „auf dem Glauben wanderte“ (LG 58)
- Maria, das Leuchtfeuer: Inmitten kultureller und moralischer Stürme ist Maria der sichere Orientierungspunkt
- Maria, Tempel der Herrlichkeit: In Maria ist die endgültige Herrlichkeit bereits anfänglich verwirklicht, die alle erlösten Menschheit erwartet
Zusätzliche Lektüre
Mariologie | Redemptoris Mater | Rosarium Virginis Mariae | Munificentissimus Deus | Pós-Graduação em Mariologia
Pós-Graduação in Mariologie
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