Mariens symbolische Zeichen – dogmatischer Grund (Päpstliche Doktrin IV, Nrs. 1-7)
Die Enzyklika *Doctrina Pontificia IV: Documenta Mariana* (PAMI/BAC, 1954) beginnt mit den Glaubensbekenntnissen, die den dogmatischen Grundstein der christlichen Mariologie bilden. Die ersten sieben Dokumente des Korpus sind alte formelle Marianerklärungen der Kirche, die die unbefleckte Mutterhaftigkeit Marias als universellen Glauben bekräftigen.
| Sammlung | Doctrina Pontificia IV: Documenta Mariana (PAMI/BAC, 1954) |
| Einträge | nn. 1-7 |
| Zeitraum | 4.-5. Jahrhundert |
| Thema | Unbefleckte Mutterhaftigkeit Marias als Glaubenssatz |
Die sieben marianischen Symbole
1. Altes westliches Bekenntnis
Das älteste westliche Bekenntnis besagt bereits: *”Er ist aus dem Heiligen Geist geboren, aus der Jungfrau Maria”*, was die Unbeflecktheit Marias als Garantie für die Göttlichkeit des verkörperten Wortes unterstreicht.
2. Neues westliches Symbol (Apostolisches Symbol)
Das Apostolische Symbol in seiner endgültigen Form verkündet: *”Der aus dem Heiligen Geist geboren wurde, aus der Jungfrau Maria”*, was die weltweit am weitesten verbreitete christliche Formel ist.
3-4. Östliche Symbole
Die östlichen Symbole, parallel zum Nicäno-Konstantinopolitanischen Glaubensbekenntnis, bekräftigen ebenfalls die Verkörperung des Gotteswortes *”aus der Jungfrau Maria”*, und gewährleisten so die Universalität des marianischen Bekenntnisses in der vereinten Kirche.
5. Symbol “Fides damasi”
Zuschreibbar dem Papst Damasus I (366-384), entwickelt dieses Symbol präzise die marianische Klausel: Maria ist Jungfrau, wahre Mutter, nicht nur passives Instrument, *”veram matrem”*.
6. Symbol “Libellus in modum symboli”
Ursprung ungewiss (wahrscheinlich gallisch, 5. Jahrhundert), behauptet dieses Dokument die doppelte Wahrheit: Maria als Mutter Gottes (*Theotokos*) und immer Jungfrau (*semper Virgo*), was den großen Debatten von Ephesus vorausging.
7. Symbol “Quicumque” (Athanasiens Symbol)
Das Athanasiens Symbol (*Quicumque vult salvus esse*), wahrscheinlich aus dem 5. Jahrhundert, besagt: *”Der vollkommene Mensch, bestehend aus einem rationalen Geist und menschlicher Fleisch, gleich dem Vater nach der Göttlichkeit, kleiner als der Vater nach der Menschlichkeit, der zwar Gott und Mensch ist, aber nicht zwei Wesen, sondern einer; Christus, einer allein, nicht durch Verwandlung der Göttlichkeit in Fleisch, sondern durch Annahme der Menschheit in Gott”*.
Dogmatische Bedeutung
Diese sieben Symbole zeigen, dass der Glaube an die unbefleckte Jungfrau Maria kein späterer Volksglaube ist, sondern seit den ersten Jahrhunderten universeller Glaubenssatz. Die marianische Klausel in den Glaubensbekenntnissen bildet den Grundstein für die gesamte kirchliche Mariologie: Maria ist untrennbar mit dem Geheimnis der Verkörperung verbunden.
Weiterführende Lektüre
Erkunden Sie Mariologie, Lumen Gentium, Kap. VIII, das Ineffabilis Deus (Pius IX, 1854) und die Postgraduierte Mariologie.
Masterstudiengang Mariologie
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