Mediale Päpste: Leo IX bis Innozenz III – scholastische Mariologie (Pontifikale Doktrin IV, Nrs. 100-121)

**Mediale Papste in der Doktrin Pontificia IV von Sankt Leo IX (1049) bis Innozenz III (1198-1216): Der Übergang der Mariologie von der patristischen Konzilszeit zur großen mittelalterlichen Scholastik**Die in der *Doktrin Pontificia IV* dokumentierten Papste dieser Zeitspanne – von Sankt Leo IX bis Innozenz III – veranschaulichen, wie die Mariologie vom patristischen Konzilschaffen in die große mittelalterliche Scholastik übergeht. Der Lateranische Konzil IV (1215) und Innozenz III’s zahlreiche Reden zu Marienfesten markieren den Höhepunkt dieser Periode.**Sammlung:** *Doktrin Pontificia IV: Marianische Dokumente, Nrs. 100-121***Papste:** Leo IX | Gregor VII | Urban II | Innozenz III**Konzil:** Lateranischer Konzil IV (1215)**Zeitraum:** 1049-1216—**Sankt Leo IX (1049-1054), Nr. 100: Glaubensbekenntnis**Sankt Leo IX, der Reformer der Kirche und Papst während des Großen Schismas von 1054, fasst in seinem Glaubensbekenntnis die Göttlichkeit Mariens und ihre ewige Jungfräulichkeit zusammen. Inmitten dieser schweren kirchlichen Spaltung war das Bekenntnis zu Maria als *Theotokos* ein gemeinsamer Nenner zwischen Rom und Konstantinopel, sogar im Jahr des Schismas selbst.**Sankt Gregor VII (1073-1085), Nr. 101: Glaubensbekenntnis**Der große gregorianische Reformer fügt in seinem Glaubensbekenntnis eine schöne marianische Aussage hinzu: Maria ist Mutter Gottes, immer Jungfrau, Modell der kirchlichen Heiligkeit. Die gregorianische Reform wurde teilweise von der Verehrung Marias als Modell für Reinheit und Dienst inspiriert, Eigenschaften, die Gregor VII wiederherstellen wollte.**Urban II (1088-1099), Nr. 102: Vorwort zur Messe der Jungfrau**Urban II, der Papst der Ersten Kreuzzug, ist der erste dokumentierte Papst, der das Vorwort zur Messe der Jungfrau Maria mit einer besonderen Formel bereichert hat. Das Vorwort ist der feierlichste Teil der Messe vor der Konsekration. Seine Verbindung zu Maria unterstreicht die liturgische Bedeutung Marias in der mittelalterlichen Theologie.> **”Et te in veneratione beatae Mariae semper Virginis semper collaudare… quae et Unigenitum tuum Sancti Spiritus obumbratione concepit, et virginitatis gloria permanente, lumen aeternum mundo effudit, Iesum Christum Dominum nostrum”** > > Und lobt sie stets in der Anbetung der allerseligen Maria immer Jungfrau… die deinen einzigen Sohn durch die Umhüllung des Heiligen Geistes konzipierte, und die Ehre der Jungfräulichkeit bewahrend, das ewige Licht der Welt ausströmt, Jesus Christus, unseren Herrn.**Innozenz III (1198-1216), Nrs. 105-121: Marianische Reden**Innozenz III ist der mittelalterliche Papst, der in den *Doktrinen Pontificia IV* am ausführlichsten über Maria schreibt (17 Texte, Nrs. 105-121). Dazu gehören:– **Nr. 105:** Glaubensbekenntnis (Lateranischer Konzil IV, 1215) – **Nr. 106:** Glaubensbekenntnis des Konzils (dogmatische Definition) – **Nrs. 107-121:** Reden zu Marienfesten: Advent, Weihnachten, Reinigung, Himmelfahrt, Geburt Mariens und ein Lobgedicht an die Jungfrau sowie ein Text über die Anrufung Marias.Innozenz III’s berühmteste Rede ist die zur Himmelfahrt (Nrs. 112-116), in der er die Theologie der himmlischen Herrlichkeit Marias entwickelt, was vorausschauend auf die Definition von Pius XII. im Jahr 1950 ist:—**Innozenz III’s Rede zur Himmelfahrt (Nrs. 112-116)**In dieser Rede vertieft Innozenz III die Theologie der himmlischen Herrlichkeit Mariens, indem er ihre Rolle als Vermittlerin und ihr unvergleichliches Heiligtum betont.

„Die selige Jungfrau Maria ist über die Chöre der Engel erhoben worden zu den himmlischen Reichen, wo sie mit dem Sohn ewig regiert und für uns bei Gott vermittelt, denn der Sohn hört auf die Mutter, und der Vater hört auf den Sohn.“

Die selige Jungfrau Maria wurde über die Chöre der Engel bis zu den himmlischen Reichen erhoben, wo sie mit dem Sohn ewig regiert und für uns bei Gott vermittelt, denn der Sohn hört auf die Mutter, und der Vater hört auf den Sohn.

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