Heilige Gregor II, Gregor III und das Zweite Konzil von Nizäa – Marienverehrung und Bilder (Lehren der Päpste IV, Nrs. 62-97)

**Papst Gregor II (715-731) und Papst Gregor III (731-741), zusammen mit dem Zweiten Konzil von Nizäa (787), das unter der Präsidentschaft der Legaten des Papstes Hadrian I stattfand, markieren eine der reichsten Perioden in der mariologischen Konzilstheologie hinsichtlich der Verehrung von Mariendarstellungen und Glaubensbekenntnissen.**

SammlungDoctrina Pontificia IV: Marianische Dokumente, Nrs. 61-91
Papst(e)Gregor II (715-731) | Gregor III (731-741) | Hadrian I (772-795)
KonzilZweites Konzil von Nizäa (787)
ThemaVerehrung von Mariendarstellungen, Glaubensbekenntnisse

**Gregor II (715-731), Nrs. 62-66: Glaube und Mariendarstellungen**
Die fünf Dokumente Gregors II (Nrs. 62-66) behandeln zwei eng verbundene Themen: das marianische Glaubensbekenntnis und die Verehrung heiliger Bilder Marias. Dieser Papst stellte sich gegen den aufkommenden Ikonoklase Kaiser Leo III. Isaurik, der die Zerstörung heiliger Bilder, einschließlich jener von Maria, anstrebte. Gregor II verteidigte entschieden, dass die Verehrung von Mariendarstellungen legitim und traditionell in der Kirche sei, wobei er zwischen *Latria* (Anbetung, nur Gott gebührt) und *Dulia/**Proskynesis* (Verehrung, den Heiligen und ihren Bildern geschuldet) unterschied.

> „Imaginem Sanctae Dei Genitricis semperque Virginis Mariae… pie veneramur, non adoramus… quod est solis Dei, sed honoramus propter eam quam repraesentat
>
> „Das Bild der heiligen Muttergottes und immerwährenden Jungfrau Maria… wir verehren sie mit Ehrfurcht, nicht aber beten wir sie an… was nur Gott gebührt, aber wir ehren es wegen jener, die sie darstellt.“

**Gregor III (731-741), Nr. 67: Verehrung von Mariendarstellungen**
Gregor III vertiefte die mariologische Theologie der Bilder und berief das Zweite Römische Konzil (732) ein, das die Position Gregors II bestätigte. Sein Dekret verurteilte den Ikonoklase und verteidigte die kirchliche Tradition, heilige Maria-Bilder als legitime Ausdrucksform des Glaubens an Maria Theotokos und Aeiparthenos zu verehren.

**Zweites Konzil von Nizäa (787), Nrs. 69-91: 23 Glaubensbekenntnisse und Marienverehrung**
Das siebte ökumenische Konzil, einberufen von der Kaiserin Irene und unter der Präsidentschaft des Patriarchen Tarasius von Konstantinopel mit den Legaten des Papstes Hadrian I, widmete Maria in zwanzig drei Dokumenten (Nrs. 69-91) Raum. Dies ist die größte Sammlung mariologischer Konzilstexte aus der christlichen Antike. Die Themen umfassen:

– **Marianische Glaubensbekenntnisse** (mehrere Bischöfe bekräftigen den Glauben von Ephesus, Chalcedon und Lateran 649)
– **Legitime Verehrung Marias**: Unterscheidung zwischen *Latria* (gottliche Anbetung) und *Proskynesis/**Dulia* (besondere Verehrung Marias)
– **Mariendarstellungen**: Das Bild bezieht sich auf das Prototyp, durch die Verehrung des Bildes von Maria wird der Gläubige Maria Theotokos selbst verehren.
– **Maria und die Kirche**: Maria als *Typos* und *Paradigma* der Kirche.

> „Ten timian kai hagian eikona tes hyperendoxou Theotokou kai Aeiparthenos Marias… proskynountes timan, to prototype anapheroimien

„Die edle und heilige Darstellung der allerehrenwerten Muttergottes und immerwährenden Jungfrau Maria… verehrend mit Ehrfurcht, beziehen wir uns auf das Prototyp.“

## Sankt Leo III (795-816), nn. 92-97: Mariensymbole

Der Papst, der Karl den Großen (800) krönte, bestätigte und sandte Mariensymbole an die frankische und römische Kirche, um die Einigkeit im Glauben an die göttliche Mutter und die ewige Jungfräulichkeit Marias zu bekräftigen. Die sechs Dokumente (nn. 92-97) von Leo III bilden einen Übergang zwischen der patristischen und konziliarischen Theologie einerseits und der mittelalterlichen Zeit andererseits.

## Zusätzliche Lektüre

Erforschen Sie **Mariologie**, das Kapitel VIII des **Lumen Gentium**, das **Rosarium Virginis Mariae** und die **Postgraduale Mariologie**.

Postgraduale Mariologie

Möchten Sie Ihre Ausbildung in Mariologie vertiefen? Entdecken Sie die Postgraduale Mariologie der Locus Mariologicus – ein akademisches Studium, das strenge Theologie, geistiges Leben und den lebendigen Traditionen der Kirche verbindet.

Bewerben oder mehr erfahren →

Related Articles

Responses