Konklave von Ephesus (431) – Theotokos, Mutter Gottes (Päpstliche Doktrin IV, Nrs. 17-18)

Concílio de Éfeso (431) – theotokos, mãe de Deus (Doctrina pontifical IV, nn. 17-18)

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Das Konzil von Ephesus (431) ist der wichtigste dogmatische Meilenstein in der Geschichte der Mariologie. Indem es Maria als Theotokos (Mutter Gottes) definierte, bestätigte das dritte ökumenische Konzil nicht nur die Treue Marias, sondern auch die volle Göttlichkeit Jesu Christi. Die ephesische Mariendefinition ist vor allem eine christologische Wahrheit.

QuelleDoctrina Pontificia IV: Marianische Dokumente, nn. 17-18
KonzilDrittes ökumenisches Konzil, Ephesus
Datum22. Juni 431
ThemaMaria als Theotokos (Mutter Gottes)
VorsitzHeiliger Kyrill von Alexandria (Gesandter von Papst Coelestin I.)

Kontext: die nestorianische Häresie

Nestorius, Patriarch von Konstantinopel, weigerte sich, Maria den Titel Theotokos zuzugestehen und schlug stattdessen Christotokos (Mutter Christi) vor. Sein Argument: Maria habe den Menschen Jesus, nicht Gott geboren. Diese Position implizierte in der Praxis eine Spaltung Christi in einen Christus-Menschen und einen Christus-Gott, die zwar miteinander verbunden, aber nicht identisch waren.

Originalgriechischer Text, nn. 17-18

«Homologoumen ton Kyrion hemon Iesoun Christon, ton Huion tou Theou ton monogene, teleion Theon kai teleion anthropon ek psyches logikes kai somatos, progennethenta ek tou Patros pro ton aionon kata ten theoteta, ep’ eschaton de ton hemeron, ton auton, di’ hemas kai dia ten hemeteran soterian, ek Marias tes Parthenou kata ten anthropoteta»

Wir bekennen, dass unser Herr Jesus Christus, der einzige Sohn Gottes, vollkommener Gott und vollkommener Mensch aus vernunftbegabter Seele und Leib, vor den Zeiten aus dem Vater seiner Gottheit nach geboren und in den letzten Tagen um unseres Heiles willen aus Maria, der Jungfrau, seiner Menschheit nach geboren wurde.

Definition von Theotokos

«Ei tis ouk homologei Theon einai kata aletheian ton Emmanouel, kai dia touto Theotokon ten Hagian Parthenon (genna gar sarkikos ton Logon ek Theou gegennemenon)… anathema esto»

Wer nicht bekennt, dass Emanuel wahrhaftig Gott und daher die heilige Jungfrau Mutter Gottes ist (denn sie hat das aus Gott gezeugte Wort dem Fleische nach geboren)… sei verflucht.

Die Begeisterung des Volkes in Ephesus

Als die Definition verkündet wurde, jubelte das Volk von Ephesus, das draußen vor der Basilika wartete, mit Fackeln und Blumen dem Konzil und den Bischöfen zu. Diese spontane Feier des treuen Volkes ist einer der bewegendsten Momente in der Geschichte des christlichen Dogmas: der Sensus fidelium, der das Magisterium bestätigt.

Bedeutung für die Mariologie

Die Definition von Theotokos hat drei untrennbare Dimensionen:

  1. Christologisch: Christus ist ein einziges göttliches Subjekt, das ewige Wort, das Fleisch geworden ist, nicht zwei verschiedene Subjekte.
  2. Mariologisch: Maria ist wahrhaftig die Mutter des ewigen fleischgewordenen Wortes, nicht nur die Mutter des Menschen Jesus.
  3. Soteriologisch: Wenn Christus nicht wahrhaftig Gott und wahrhaftig Mensch ist, ist die Erlösung unmöglich.

Das Dokument Lumen Gentium, Kapitel VIII des Zweiten Vatikanischen Konzils, trägt dieser Lehre Rechnung: Maria wird als “Mater Dei ac Redemptoris” (Mutter Gottes und des Erlösers) bezeichnet.

Zusätzliche Lektüre

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Siehe auch: Theotokos: Was bedeutet «Mutter Gottes» und warum ist es Dogma?

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